Im Januar 2019 wurde ich in meiner Funktion als Bürgermeister von Muespach von Pascal Kury für Radio Dreyeckland interviewt. Dieses rund achtminütige Gespräch bot mir die Gelegenheit, offen über unser Dorf, seinen Alltag und mehrere Themen zu sprechen, die auch heute noch sehr aktuell sind.

Die im Interview angesprochenen Themen

  • Der Einsatz gegen die Fusion der Regionen und das klare Bedauern, dass die Bevölkerung bei solch wichtigen Entscheidungen zu wenig eingebunden wird.
  • Unvorhergesehene und auferlegte Reformen für die Gemeinden, wie der PLUi oder die Fusion der Gemeindeverbände, die häufig fernab der lokalen Realität beschlossen werden.
  • Die zunehmende Last von Normen und Vorschriften: Immer mehr Zeit wird für Verwaltung und Bürokratie aufgewendet und immer weniger für konkrete Arbeit im Dorf.
  • Unvorhersehbare Ereignisse während des Mandats, insbesondere ein heftiges Unwetter, das in mehreren Straßen des Dorfes erhebliche Schäden verursacht hat und schnelles Handeln erforderte.
  • Bürgerinitiative und Zuhören als Grundlage, um – wann immer möglich – zu einer direkteren und lebendigeren Demokratie zu gelangen.
  • Schule und Zweisprachigkeit: die Schließung einer Klasse, aber auch die Eröffnung einer bilingualen Klasse, mit dem Bewusstsein, wie wichtig Sprache in unserer Drei-Länder-Region ist.
  • Umweltschutz, insbesondere der Verzicht auf Pestizide bei der Pflege der öffentlichen Anlagen.
  • Aufwertung des Lebensumfelds, zum Beispiel durch die Realisierung eines Kunstwerks, einer Lokomotive im Maßstab 1:1.

Ziele, die auch heute noch gelten

Mit etwas Abstand ist eines klar: Die im Jahr 2019 formulierten Ziele sind nach wie vor aktuell.

  • Den Bürgerinnen und Bürgern zuhören, täglich und in direkter Nähe.
  • Die Einwohner in Entscheidungen einbeziehen und, wo immer möglich, den Weg zu mehr direkter Demokratie gehen.
  • Weiterhin im Einklang mit der Natur handeln und das Lebensumfeld respektieren.
  • Die Präsenz vor Ort im Dorf bevorzugen: lieber hier nützlich sein, als Zeit in Paris bei offiziellen Empfängen und „kleinen Häppchen“ auf dem Bürgermeisterkongress zu verbringen.

Dieses Interview ist eine Momentaufnahme meiner Auffassung vom Bürgermeisteramt: nah bei den Menschen, präsent, zuhörend und engagiert, im Dienst des Dorfes und seiner Einwohnerinnen und Einwohner.


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