Der Wochenmarkt von Muespach
Eine konkrete Maßnahme aus der Amtszeit 2014–2020, um das Dorfleben zu stärken
Während meiner Amtszeit als Bürgermeister von 2014 bis 2020 wollten wir
das Dorfleben und den Zusammenhalt der Einwohner stärken. In diesem Geist entstand die Idee, einen Wochenmarkt in Muespach ins Leben zu rufen: ein einfaches, nützliches
und geselliges Angebot direkt vor Ort.
Man muss sich den damaligen Kontext vor Augen führen. Auch wenn die Tradition von Gemüsegarten
und Obstwiese in unserem Dorf weiterhin lebendig ist, haben sich die Gewohnheiten verändert.
Viele Verbraucher achten immer stärker auf die Herkunft der Produkte,
auf Frische und auf die Beziehung zu denjenigen, die sie erzeugen.
Gleichzeitig zählt im Alltag auch die Nähe: schnell einkaufen können, in der Nähe,
nach der Schule oder nach der Arbeit.
Ein Projekt gemeinsam mit Erzeugern und Händlern
Damit dieser Wochenmarkt möglich wurde, mussten wir auf Erzeuger und Händler zugehen,
sie davon überzeugen, nach Muespach zu kommen, und passende Rahmenbedingungen schaffen. Diese Arbeit vor Ort, mit Gesprächen und Vertrauen, war entscheidend.
Um ihnen die Arbeit zu erleichtern, stellte die Gemeinde unter anderem
einen Stromanschluss zur Verfügung, damit die Marktbeschicker unter guten Bedingungen arbeiten konnten. Das war eine bewusste Entscheidung, als konkrete Unterstützung für alle, die kurze Wege, regionale Produkte und die lokale Wirtschaft stärken.
Ein gelungener Start und ein echter Treffpunkt
Der Markt startete am 14. Oktober bei schönem Wetter und wurde sofort gut angenommen.
Jeden Dienstag boten regionale Erzeuger und Lebensmittelhandwerker Obst und Gemüse,
Kartoffeln, Eier, Käse, Wurstwaren, Fleisch, Apfelsaft, aber auch fertige Gerichte wie Paella,
Pizza oder thailändische Küche an.
Schnell wurde der Markt mehr als nur ein Einkaufsort. Menschen, die Schwierigkeiten hatten, weiter weg einzukaufen, Eltern mit engem Zeitplan, Berufstätige nach einem langen Arbeitstag oder Senioren fanden hier ein praktisches Angebot.
Und vor allem bot dieser wöchentliche Termin etwas Wertvolles:
Zeit zum Austausch, zum Wiedersehen und zum Gespräch in einer einfachen,
herzlichen Atmosphäre.
Ein Projekt der Vergangenheit… und ein Blick nach vorn
Während der Amtszeit 2014–2020 eingeführt, findet dieser Wochenmarkt
heute nicht mehr statt. Er zeigt jedoch den damaligen Willen, das Dorfleben zu stärken
und kurze Wege sowie regionale Produkte zu fördern.
Vor Kurzem habe ich einen Artikel veröffentlicht, um meine Unterstützung für die Landwirtschaft
zu bekräftigen. Dabei habe ich daran erinnert, dass es nicht genügt, nur zu sagen „Ich unterstütze“.
Unterstützung sollte sich auch in konkreten Maßnahmen zeigen, die vor Ort sichtbar und nützlich sind.
Regionalen Erzeugern zu ermöglichen, ihre Produkte direkt an Verbraucher zu verkaufen,
hier in Muespach, gehört genau zu solchen konkreten Maßnahmen.
Das ist echte Unterstützung: Sie wertschätzt die Arbeit der Landwirte, stärkt kurze Wege
und schafft wieder Nähe zwischen Erzeugern und Einwohnern.
👉
Artikel lesen: „Landwirtschaft in Muespach stärken – aus Überzeugung und mit Augenmaß“
In diesem Sinne werden wir, wenn uns die Einwohner bei den Kommunalwahlen 2026 ihr Vertrauen schenken,
ernsthaft prüfen, ob ein Wochenmarkt wieder eingeführt werden kann, gemeinsam mit Erzeugern, Landwirten und Einwohnern und unter Rahmenbedingungen, die zur heutigen Situation passen.
Ein Dorf lebendig zu halten, gelingt oft durch kleine, sehr konkrete Dinge.
Ein Wochenmarkt gehört dazu.
Philippe Huber
Kandidat in Muespach – Kommunalwahlen 2026






