Die höchste Aktion der Amtszeit
Es gibt Entscheidungen, die man mit beiden Füßen fest auf dem Boden trifft… und andere, bei denen man sprichwörtlich Höhe gewinnen muss.
Diese hier gehört eindeutig dazu.
Nach einem Sturm begann das Kreuz, das den Kirchturm von Muespach krönt, gefährlich zu kippen.
Das Risiko war real – für das Gebäude, vor allem aber für die Sicherheit der Menschen rund um die Kirche.
Abwarten kam nicht in Frage. Es musste schnell gehandelt werden, mit Ernsthaftigkeit und einer klaren Vorgehensweise.
Schnelles Handeln in großer Höhe
In dieser Höhe zu arbeiten ist alles andere als banal. Zunächst musste eine Hubarbeitsbühne gefunden werden, die hoch genug ist, um die Spitze des Kirchturms zu erreichen. Eine beeindruckende, technische Maßnahme, die Ruhe, Präzision und Vertrauen zwischen allen Beteiligten erfordert.
Der erste Schritt bestand darin, das Kreuz mit größter Sorgfalt abzunehmen und sicher nach unten zu bringen.
Erst wenn man es in den Händen hält, erkennt man, wie es wirklich ist: sehr schwer, sehr groß – deutlich imposanter, als es vom Boden aus wirkt.
Eine komplett neue Befestigung
Beim Ausbau war die Feststellung eindeutig: Die ursprüngliche Halterung war unbrauchbar geworden.
Das Holz war durch Zeit und Feuchtigkeit stark beschädigt, und die Metallteile waren von Rost angegriffen.
Unter diesen Bedingungen konnte das Kreuz nicht wieder montiert werden. Es musste auf einer soliden und dauerhaften Basis neu aufgebaut werden.
Deshalb wurde eine neue, robuste und zuverlässige Halterung angefertigt – ausgelegt, um den kommenden Jahren standzuhalten.
Nach Abschluss dieser Arbeiten konnte das Kreuz wieder nach oben gebracht und sicher befestigt werden – zurück an seinen Platz auf der Turmspitze.
Ein wunderschöner Blick über das ganze Dorf
Über den technischen Aspekt hinaus bleibt mir diese Maßnahme als ein besonders prägender Moment der Amtszeit in Erinnerung.
Dort oben, ganz oben, ist der Blick über das Dorf einfach grandios.
Muespach liegt einem zu Füßen – mit seinen Häusern, Feldern und den sanften Hügeln der Umgebung.
Ein Anblick, der daran erinnert, warum man sich engagiert: um zu schützen, zu erhalten und weiterzugeben, was die Seele unseres Dorfes ausmacht.
Es war wohl die höchste Aktion der Amtszeit – im wörtlichen wie im symbolischen Sinn.
Eine eher unauffällige, aber wesentliche Maßnahme, getragen vom gleichen Geist, der unsere Arbeit stets geleitet hat:
handeln, wenn es nötig ist – mit gesundem Menschenverstand, Verantwortung und Respekt für unser Kulturerbe.
Philippe Huber
Kandidat in Muespach – Kommunalwahlen 2026






