Logo de Muespach, le village que j'aime. Composé du blason du village intégré dans un coeur rouge.

Muespach,
le Village que j’aime

Gemeinsam für morgen

Gemeindewahlen
15. und 22. März 2026

🇫🇷 Français🇩🇪 Deutsch

Volle Unterstützung für unsere Landwirte: gesunden Menschenverstand, Nähe und unsere Dörfer verteidigen

Nach der Anekdote von den Kühen, die sich eines Nachts im Dorf aufhielten, erschien es mir wichtig, an eine Realität zu erinnern, die allzu oft vergessen wird.

Hinter jeder Herde stehen Frauen und Männer, Familien, Jahre harter Arbeit und eine tiefe Verbundenheit mit ihren Tieren.

Diese Verbundenheit, geprägt durch Zeit, tägliche Präsenz und unermüdliches Engagement, wird heute auf eine harte Probe gestellt durch gesundheitspolitische Entscheidungen, die fern von den Höfen, fern vom Gelände und manchmal fern von der menschlichen Realität unserer Landwirte getroffen werden.

Ein Unverständnis, das Gehör verdient

Die Landwirte stellen die Notwendigkeit des Schutzes der Tiergesundheit nicht infrage. Niemand weiß besser als sie, wie wichtig Prävention, Wachsamkeit und strenge Hygieneregeln sind.

Doch sie stellen zu Recht die Frage nach Protokollen, die zur systematischen Tötung ganzer Herden führen, sobald ein einziger Fall festgestellt wird – ohne dabei immer zu berücksichtigen:

  • dass die betreffende Krankheit keine Gefahr für den Menschen darstellt,
  • dass es alternative Lösungen wie Isolation, verstärkte Überwachung oder gezielte Behandlungen gibt,
  • dass in anderen Ländern andere Vorgehensweisen angewendet werden.

So ist es beispielsweise legitim zu fragen, warum einige unserer Nachbarn, insbesondere die Schweiz, solche Situationen verhältnismäßiger bewältigen können, ohne beim ersten positiven Fall systematisch ganze Herden zu vernichten.

Fragen zu stellen, zu vergleichen und nach Lösungen zu suchen, die anderswo funktionieren, ist keine Verantwortungslosigkeit. Es ist Ausdruck von gesundem Menschenverstand und dem Willen, die Antworten vor Ort zu verbessern.

Entscheidungen mit schweren menschlichen Folgen

Hinter technischen Begriffen und administrativen Verfahren stehen:

  • geschwächte, teils existenziell bedrohte Betriebe,
  • moralisch stark belastete Landwirte,
  • Familien, die das Werk eines ganzen Lebens verlieren.

Eine Kuh ist keine Zahl in einer Tabelle.

Eine Herde bedeutet Jahre der Pflege, tägliche Aufmerksamkeit, schlaflose Nächte, Verbundenheit und persönliche Opfer.

Wenn das Töten zur Systematik wird, werden nicht nur Tiere beseitigt – es wird das Herz des Berufs des Tierhalters getroffen.

Dem Dialog und dem Gelände wieder Raum geben

Seit zu langer Zeit hat die Landwirtschaft – oft zu Recht – das Gefühl, nicht mehr ausreichend gehört zu werden.

Immer mehr Vorschriften, immer größere Auflagen, ständiger wirtschaftlicher Druck … und heute Entscheidungen, die als brutal und von den lokalen Realitäten abgekoppelt empfunden werden.

Die Landwirte fordern vor allem:

  • Dialog,
  • Zuhören,
  • verhältnismäßige Entscheidungen, angepasst an die tatsächlichen Situationen.

Diesen Dialog zu verweigern bedeutet, ihre Kompetenz, ihre Erfahrung und ihre Fähigkeit, Teil der Lösungen zu sein, zu negieren.

In Muespach: eine ganz konkrete Realität

Dass mich dieses Thema so sehr bewegt, liegt auch daran, dass wir hier in Muespach unsere Landwirte kennen.

Wir wissen, wer sie sind. Wir begegnen ihren Familien. Wir sehen ihre Arbeit jeden Tag. Sie sind Teil des Dorflebens, seines Gleichgewichts, seiner ländlichen Identität und seiner Landschaften.

Wenn eine Entscheidung, die weit weg getroffen wird, einen Landwirt hier trifft, ist das nie abstrakt. Es sind keine Zahlen. Es sind Gesichter, Namen, Nachbarn.

Meine Empörung geht daher weit über einen Einzelfall hinaus. Sie drückt die Ablehnung aus, dass nationale Entscheidungen – manchmal zu mechanisch – ohne Differenzierung auf lokale Realitäten angewendet werden, die wir kennen, respektieren und denen wir tief verbunden sind.

Unsere Landwirte verteidigen heißt unsere Dörfer verteidigen

Meine volle Unterstützung gilt den Landwirten, die sich für ihre Tiere, ihren Beruf und ihre Würde einsetzen.

Dieser Kampf betrifft nicht nur die Landwirtschaft. Er betrifft uns alle.

Ohne Landwirte:

  • keine Ernährungssouveränität,
  • keine lebendigen ländlichen Räume,
  • keine gepflegten Landschaften,
  • keine starken und ausgeglichenen Dörfer.

Die Tiergesundheit ist von zentraler Bedeutung – das stellt niemand infrage.

Doch sie kann keine automatischen und entmenschlichten Entscheidungen rechtfertigen, bei denen die menschlichen und lokalen Folgen außer Acht gelassen werden.

In Muespach wie anderswo gilt: Unsere Landwirte zu verteidigen heißt, unsere Dörfer, unsere ländliche Identität und unsere gemeinsame Zukunft zu schützen.

Philippe Huber
Kandidat in Muespach – Kommunalwahlen 2026