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Wenn Kinder in Muespach den Verzicht auf Pestizide erklären

Zwischen 2014 und 2020, während meiner Amtszeit als Bürgermeister von Muespach, war es mir wichtig, die Gemeinde mit konkreten, nachhaltigen Maßnahmen in die Zukunft zu führen.
Der Weg hin zu „Null Pestizide“ gehört zu diesen grundlegenden Entscheidungen, die über mehrere Jahre hinweg geplant, beschlossen und umgesetzt wurden.

Es ist wichtig, den Rahmen klar zu benennen.
Ja, das Gesetz verpflichtete die Gemeinden, ab dem 1. Januar 2017 auf den Einsatz von Pestiziden auf öffentlichen Flächen zu verzichten.
Doch ein Gesetz umzusetzen bedeutet nicht, bis zur Frist zu warten und nur das Nötigste zu tun.

In Muespach wurde der pestizidfreie Ansatz während meiner Amtszeit 2014–2020 frühzeitig vorbereitet, aufgebaut und umgesetzt, lange bevor er vielerorts zur Selbstverständlichkeit wurde.

Vorausdenken und aufbauen statt nur reagieren

Bereits während meiner Amtszeit haben wir bewusst entschieden, die gesetzlichen Vorgaben zu antizipieren und den Wandel praktisch zu organisieren.
Das bedeutete eine umfassende Anpassung der Pflegearbeiten, Investitionen in geeignetes Material, die Schulung der Mitarbeitenden sowie eine ganzheitliche Betrachtung der Grünflächenpflege.

Dieser Weg war nicht improvisiert und nicht „im Nachhinein“ beschlossen.
Er wurde während der Amtszeit 2014–2020 konzipiert, erprobt und umgesetzt,
mit einer klaren, langfristigen Vision.

Mehr als das Gesetz: ein freiwilliges, verbindliches Engagement

Das Gesetz setzt einen Mindeststandard. In Muespach haben wir uns bewusst für mehr entschieden:

  • vollständiger Verzicht auf Pflanzenschutzmittel auf allen öffentlichen Flächen,
  • Einführung einer differenzierten Pflege, abgestimmt auf jeden Bereich,
  • Einsatz alternativer Methoden (Mulchen, Hacken, thermische Unkrautbekämpfung, Handarbeit),
  • formelles Engagement der Gemeinde, nicht zum Pestizideinsatz zurückzukehren.

Gerade dieser Anspruch, und nicht die bloße Erfüllung der gesetzlichen Pflicht, hat es Muespach ermöglicht, das Label „Zéro phyto – 3 Libellen“ zu erhalten, die höchste Stufe.

Dieses Label zeichnet Gemeinden aus, die seit mindestens einem Jahr vollständig pestizidfrei sind und sich offiziell verpflichten, mindestens drei weitere Jahre keine Pestizide zu verwenden.

Die Einbindung der Kinder: eine Entscheidung aus der Amtszeit 2014–2020

Weil ich überzeugt bin, dass die Zukunft der Gemeinde mit den jungen Generationen beginnt,
war es mir wichtig, die Kinder früh in diesen Weg einzubeziehen.

Die Schule in Muespach organisierte einen Malwettbewerb zum Thema Umwelt und Pestizide.
Die ausgewählten Zeichnungen wurden anschließend für Hinweisschilder verwendet,
die an verschiedenen Orten im Dorf aufgestellt wurden.

Diese Tafeln erklärten den pestizidfreien Ansatz und luden dazu ein, mehr spontane Vegetation als bewusste Entscheidung zu akzeptieren.
So haben bereits ab 2018 Kinder den Erwachsenen erklärt, warum Muespach diesen Weg gewählt hat.

Ein Weg, der langfristig wirkt

Die Maßnahmen aus den Jahren 2014 bis 2020 haben ein solides Fundament geschaffen.
Sie ermöglichten eine klare Organisation, ein gemeinsames Umweltverständnis und einen Rahmen, der bis heute Bestand hat.

Dieser Ansatz, der während meiner Amtszeit gestartet und strukturiert wurde,
wirkt weiter. Er zeigt, dass vorausschauendes Handeln späte, erzwungene Entscheidungen vermeiden kann.

Eine Vision für die Zukunft von Muespach

Rückblickend zeigt die pestizidfreie Strategie meine Vorstellung von kommunalem Handeln:
vorausdenken statt hinterherlaufen, erklären statt aufzwingen, nachhaltig aufbauen.

Genau diese Vision möchte ich wieder ins Zentrum stellen:
ein Dorf, das seine ländlichen Wurzeln bewahrt, seine Umwelt schützt und Entscheidungen zur richtigen Zeit trifft, immer im Interesse der kommenden Generationen.

Philippe Huber

Kandidat in Muespach – Kommunalwahlen 2026